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Theater Bagage

Das Tourneetheater für die Pfalz

Dreck am Stecke - Kritik

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Ausgabe vom 03. 05. 2000

Eine Wahl mit Hindernissen

Mundartkomödie "Dreck am Stecke" strapaziert die Lachmuskeln



Wie schnell eine Wahl zum Bürgermeister zu einem Desaster werden kann, davon konnten sich die Besucher der Pfälzer Mundartkomödie "Dreck am Stecke" des Vereins "Theater Bagage" im Maudacher Gemeinschaftshaus überzeugen. Bei dem Stück wurden die Lachmuskeln bis zum Zerreißen strapaziert. Die Theatergruppe ist sich auch in ihrer dritten Produktion treu geblieben und will die geistreiche Unterhaltung sowie komödiantisches Spiel vereinen.

Regisseur Uwe Hörner setzte die Komödie nach Dieter Adams, puren Nonsens nicht scheuend mit witzigen Einfällen, gekonnt für die Charaktere um. Als Erasmus Kohler, Bürgermeister vun Wingerde feixt, weint, leidet er, rollt mit den Augen, spielt selbstsicher mit seinen Hosenträgern oder schlüpft in Hausschürze mit Schrubber und Putzeimer. Und warum all das? Wegen eines nicht ganz harmlosen Besuchs in einer Nachtbar "Rotes Hinkel". Ihm zur Seite steht wieder ein brillantes Team, das an Spielfreude nichts missen ließ. Hörner hat seinen Schauspielern dazu ausgefallene Rollenprofile erarbeitet. Die Lacher auf ihrer Seite hatte dabei stets Christine Wiebauer als "soi besseri Hälfd" (Walli Kohler). Die "streidsischtisch" Schwägerin Rita Zickmayer (Reni Rohe-Haberfellner) steht ihr in nichts nach. In ihren verschiedenen schreiend grellen Kostümen wirkt sie einfach bestechend.

Aber zurück zur Geschichte und ihrem Anfang. Erasmus Kohler will erneut Bürgermeister werden und seine Aussichten scheinen gar nicht so schlecht zu sein. Lediglich seine Schwägerin sorgt wieder mal für schlechte Stimmung im Hause Kohler. Jede Menge Liebeswürdigkeiten werfen sich die beiden, wie "der hält auch Shakespeare für eine amerikanische Biersorte" an den Kopf. Auch zwischen dem Gegenkandidaten Gerd Schrötter (Dietmar Koch) und Erasmus Kohler besteht seit Jahren eine Feindschaft. Der Wahlkampf ist Anlass für beide, seit Generationen sind auch die Ortsteile "Owwer- un Unnerwingerde" verfeindet, ihren Zwist auf die Spitze zu treiben. Daneben machen den Beiden die ehefrustrierten Gattinen (als Hiltrud Schrötter Ursula Fries-Kuntz) das Leben schwer. Das alles und noch mehr kommt der zänkischen Schwägerin Rita nur recht. Sie deckt einen Sexskandal ihres heiß geliebten Schwagers nur zu gerne auf. Doch auch Gerd Schrötter ist nicht ohne. Rein zufällig taucht Susanne Brandstetter (Martina Braun) als nichteheliche Tochter eines gewissen Erasmus Kohler auf. Sein Sckiksal scheint endgültig besiegelt.

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