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Theater Bagage

Das Tourneetheater für die Pfalz

Seniorenresidenz "Goldener Herbst" - Kritik

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Ausgabe vom 16. 03. 2005

Wenn ältere Damen dem Liebesgott Amor nachhelfen

Premiere beim Theaterfrühling mit der Pfälzer Mundartkomödie "Seniorenresidenz goldener Herbst"



Wenn zwei Damen im Seniorenheim dem Liebesgott Amor ins Handwerk pfuschen, verspricht das eine unterhaltsame Handlung mit komischen Verwicklungen. Mit ihrer herzerfrischenden, fröhlichen Pfälzer Mundartkomödie erntete die Gruppe „Theater Bagage“ am Wochenende in Maxdorf lang anhaltenden Beifall. Das Stück „Seniorenresidenz Goldener Herbst“ aus der Feder von Trudel Kauffmann und Christine Wiebauer erlebte im Rahmen des „Theaterfrühlings Maxdorf“ im komplett ausverkauften Carl-Bosch-Haus seine Premiere.

Gespielt wurde die Komödie von der Theater Bagage, dem kleinen Tourneetheater aus der Pfalz, das seit sechs Jahren besteht. Das einfallsreiche Konzept der Inszenierung um zwei alte Damen im Seniorenheim, die Amor ein wenig nachhelfen wollen und damit einiges in ihrer Umgebung durcheinander bringen, und das große Engagement der Theatergruppe unter der Regie von

Trudel Kauffmann beeindruckte das Publikum sehr. Als der Vorhang aufgezogen wurde, begrüßte das Publikum mit Applaus und den ersten heftigen Lachern das Duo Christine Wiebauer in der Paraderolle der Seniorin Emmi Merkel aus der Pfalz und ihre Zimmerkollegin Katharina Küppers, die von Evelyn Sperber verkörpert wurde. Das Bühnenbild stellte die vertraute Zimmeratmosphäre der beiden Heimbewohnerinnen dar, die bis zum Ende lediglich durch einige ganz wenige Requisiten verändert wurde und trotzdem ständig für lebhafte Abwechslung sorgte. Besondere Sympathie beim Publikum versprühten Emmi in ihrem Urpfälzer Dialekt und Katharina mit ihrer hochdeutschen und spröden Wortwahl bei ihren täglichen Sticheleien und Streichen. Die beiden männlichen Heimbewohner Ernst Weber (Klaus Egersdörfer) und August Löffler (Gerhard Gimbel), die sich einige Male ungeniert in das Zimmer ihrer Mitbewohnerinnen verirrten, waren nicht ganz unbeteiligt für den ununterbrochenen Lacherfolg. Mit ihrer schauspielerischen Leistung überzeugten Sabine Asal-Frey in der Rolle als attraktive und freundliche, aber auch verletzbare Schwester Gitte ebenso wie Siegfried Kralik, dem als Physiotherapeut Thomas im Seniorenheim „Goldener Herbst“ von Emmi und Katharina ganz besondere Aufmerksamkeit zuteil wurde. Besonders hervorzuheben waren auch die Leistungen von Reni Rohe-Haberfellner, die in die Rolle als Emmis Nichte Anni schlüpfte und Wolfgang Weißler, der als Akustiker Giselher Liebsteckl einen nicht unbedeutenden Part in dieser Mundartkomödie einnahm. Wie in sämtlichen Szenen war auch die exzellent dargebotene Schlussszene – mehr soll nicht verraten werden – mit einem lang andauernden rhythmischen Beifall begleitet.

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