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Theater Bagage

Das Tourneetheater für die Pfalz

Jedes Töpfche find' soi Deckelche - Kritik

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Ausgabe vom 18. 03. 2004

Turbulente Verwicklungen

Theater Bagage spielt "Jedes Töpfche find soi Deckelche"



Eine wahrlich gelungene Première feierte das Theater Bagage mit "Jedes Töpfche find soi Deckelche" zum Auftakt des Maxdorfer Theaterfrühlings vor 220 Zuschauern im ausverkauften Carl-Bosch-Haus. Die gute Stimmung, das reichlich lachende Publikum und der nicht enden wollende Applaus der 220 Premierengäste bestätigten die neun Schauspieler in ihrem professionellen Können. Diese neue Produktion des mobilen Theaters, das seit fünf Jahren besteht, inszenierte Uwe Hörner sehr lebensnah. Er bearbeitete und übertrug gelungen die englische Komödie "Balkonszene" von John Chapman und Anthony Marriott in den pfälzischen Dialekt.

Mit einer Mischung aus Humor, Wortwitz und vielen Verwicklungen spielt die Handlung der turbulenten Mundartkomödie in dem renommierten Eheanbahnungs-Institut von Constanze Chateau de Noisette. Ihre Partnervermittlung boomt regelrecht. Doch der Beamte und Hobby-Dichter Franz Gruber, ist trotz Computerhilfe nicht unter die Haube zu bringen. Wolfgang Weißler spielt hervorragend den verliebten, sehr beharrlichen Gruber aus Kandel, der unvermittelt in der Agentur erscheint, um Constanze Chateau de Noisette einen Heiratsantrag zu machen.

Reni Rohe-Haberfellner besticht in dieser Paraderolle als Ehevermittlerin, die zusammen mit ihrer Sekretärin Diana Kuppler (Martina Braun) den heiratswilligen Klienten in Schach zu halten versucht. Doch es bricht das Chaos aus. Sein Zusammentreffen mit dem spanischen Hausmädchen Anna-Maria Lopez (sehr natürlich: Nina Vatter), der mannstollen Witwe und heiratswilligen Dauerkundin Walburga Oberpriller aus Ramsen (Ursula Fries-Kuntz) und dem trinkfesten Ernst-August Graf von Leiningen führt zum Drama. Eine große Hilfe ist der Graf als Ersatzmann für Constanze, sehr engagiert gespielt von Hans Peter Michel. Schließlich trifft auch noch dessen herrische Ehefrau ein, Adelaide Gräfin von Leiningen (drastisch: Ulrike Schmutz).

Auch der schüchterne Wormser Pfarrer Korbinian Panzer (sehr einfühlsam: Sascha Schott) ist bei Constanze auf Freiersfüßen. Doch nach drei vereitelten Selbstmordversuchen von Gruber aus dem Balkon zu springen, denn ohne Constanze könne er nicht leben, trifft Kommissar Duwwak ein.

Uwe Hörner begeistert als eifriger Hüter des Gesetzes. Doch nun ist die Katastrophe perfekt. Erst will er den "Sündenpfuhl" schließen, doch beim rasanten Schluss verliebt sich der Kommissar in Walburga Oberpriller. Der Pfarrer entdeckt die Sekretärin Diana Kuppler als sein Herzblatt. Der Graf und die Gräfin bleiben natürlich auch zusammen, und wie im richtigen Leben "steter Tropfen höhlt den Stein", küsst Constanze "ihren Schatz" Franz. So hat wirklich jedes "Töpfche soi Deckelche" gefunden. Das Bühnenbild des Eheanbahnungsbüros mit Computertisch, zwei Cocktailsesseln, Regalen, dem Balkon und den beiden Türen ist für das mobile Theater so konzipiert, dass es leicht an verschiedenen Orten aufgebaut werden kann.

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